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District 9 [UK Import]Quelle: AmazonEAN: 5035822576032 6,93 EUR
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Features
Beschreibung
Das provokative Science-Fiction-Drama District 9 liefert eine originelle Geschichte, die in dem ganzen Explosions-Trubel ein wenig verloren geht. District 9 beginnt in Südafrika, in Johannesburg, als Mockumentary über die bevorstehende Vertreibung von Außerirdischen aus einem schlimmen Elendsviertel (namens District 9). Wie sich herausstellt, leben diese Kreaturen schon seit Jahren auf der Erde, nachdem sie von Krankheit und Hunger geplagt angekommen waren. Zunächst waren sie von den Menschen voller Mitgefühl und Hilfsbereitschaft aufgenommen worden, doch nun sind die Aliens unter in Langzeit-Flüchtlingslagern typischen unwürdigen Zuständen zusammengepfercht, ungewollt von feindlich gesinnten Gastgebern. Nachdem die Unterbringung der Kreaturen einer auf Profit abzielenden Firma übertragen wird, verwandelt sich das Elendsviertel in einen von Gewalt beherrschten Slum. Die Aliens kämpfen sich durch riesige Mengen Abfalls, während ihre Bewacher im Geheimen nach Waffentechnologie suchen, die sich auf dem Raumschiff der Neuankömmlinge befindet. Neben dieser Handlung wird eine eher persönliche Geschichte über einen Bürokraten namens Wikus (Sharlto Copley) erzählt, der zufällig einer Substanz ausgesetzt wird, welche die DNS verändert. Während er sich in eine der Kreaturen verwandet, muss Wikus vor Wissenschaftlern fliehen, die seine sich neu entwickelnden Körperteile erforschen wollen sowie vor Aliens, die ihn als Bedrohung betrachten. Als er sich jedoch mit einem Außerirdischen zusammentut, der insgeheim von der Erde entkommen will, verwandelt sich das, was eine faszinierende Geschichte über eine Begegnung zweier Spezies werden könnte, in eine Reihe von Feuergefechten und Explosionen. Feinheiten gehen bei all den Gewaltdarstellungen verloren, und das viel interessantere Potenzial des Films geht unter. Dennoch ist District 9 ein kraftvoller Film mit einer einzigartigen Geschichte. Allein schon die tollen Spezialeffekte sind es wert, dass man ihn sich anschaut: die (oftmals brutalen) Auseinandersetzungen zwischen Aliens und Menschen sind atemberaubend. --Tom KeoghKunden Meinungen
Leider unschöne Klischees bedient
Datum:01.09.2010 - Rating: 2/5Schade, fast hätte mir der Film echt gefallen.
Die Idee ist großartig und der Dokumentarfilm-Stil ist mal was neues. Der Film ist, wie sagt man so schön, eigentlich gut gemacht und vermag es Spannung aufzubauen, den Zuschauer einzubeziehen.
Auch der Ort des Geschehens, Johannesburg, ist gut gewählt - endlich mal nicht New York, Chicago oder ähnliches.
Da hört es aber auch schon auf, denn leider bedient District 9 rassistische Klischees:
Sämtliche Hauptfiguren sind Weiß (obwohl der Film in Johannesburg spielt). Die einzigen Schwarzen sind kannibalistische, äußerst gewalttätige Gangster. Was soll das? Dieser Film, der eine wunderbare Parabell auf die Arpartheit bzw. generell auf den Umgang mit unliebsamen Gruppen sein könnte vermittelt ein beinahe mittelalterliches Bild und die meisten Zuschauer bemerken es wahrscheinlich gar nicht erst.
Wirklich Schade...
Überraschungsfilm von 2009
Datum:01.09.2010 - Rating: 4/5Der unbekannte Neuling Neill Blomkamp schaffte mit "District 9" einen der Überraschungsfilme 2009. Bisher trat er nur durch Werbespots, Kurzfilmen und als 3D-Trickzeichner in Erscheinung. Alles keine Genres mit denen man weltbekannt wird. Außer ein Insider aus der Filmbranche sucht ein neues "Ziehkind" um als Mentor in Erscheinung zu treten. In diesem Fall war es Peter Jackson der auf die vielversprechenden Arbeiten von Herrn Blomkamp aufmerksam wurde und das Potenzial des Drehbuches erkannte und beides zusammenführte.
"District 9" schürte vorallem durch sein geheimnisvolles Marketing im Internet (welches stark an jenes von "Cloverfield" erinnerte) große Erwartungen bei der Internetgemeinde. Bei nur 30 Mio. $ Produktionskosten schien bei einem Einspielergebnis von 204 Mio. $ die Werbekampange aufgegangen zu sein. Zum anderen trägt zu dem Erfolg die über weite Strecken erfrischend andere und qualitativ hochwertige Inszenierung bei. Etwa den Film nicht in einer amerikanischen Großstadt spielen zu lassen. Sondern sich für Johannesburg entschieden zu haben trägt zu dem unverbrauchten und erfrischenden Eindruck des Films bei. Sowie vom Handlungsort als auch der Inszenierung (Dokumentarstil mit Interviews) setzt sich dieser Film von Genrekollegen wie "Independence Day" ab.
Blomkamp gibt zu Beginn des Films als auch in der Werbekampagne nur wenig Details zu den Intentionen der Außerirdischen als auch der Menschen ab. Er hält den Film zu Beginn im Dokumentarstil und erzählt die Geschichte anhand von Interviews der Menschen. Daraus resultiert ein überraschend eindringliches und subtiles Bild der Beziehung zwischen Bewohnern und Aliens. Erst im letzten Drittel offenbart er die wahren Absichten der beteiligten Parteien. Der Unterhaltungswert des Films steigt dadurch an, die Storyentwicklung dagegen leidet unter der wenig innovativen Umsetung der Vorgänge und der Film büßt an Qualität ein. Gerade durch die effektverliebte letzte halbe Stunde kann der Film sein anfängliches Ambiente nicht bis zum Abspann aufrecht erhalten. Dennoch bleibt der Film durch seine grandiose Inszenierung und seinen nachdenklichen Zwischentönen erfrischend anders.
Die Blu-ray
Die Bildschirmauflösung liegt in 1080p im Verhältnis 1,85:1 vor. Dabei wird der Dokumentarstil des Films sehr gut und glaubhaft vermittelt. Ebenso kann die klasse Bildschärfe und die sehr gute Detailzeichnung überzeugen. Die Wackelkamera ist in diesem Film stilbedingt vorhanden und dennoch bleibt die Bildqualität hoch. Trotz des vergleichbaren niedrigen Budgets wurden alle Spezialeffekte homogen in das hochauflösende Bild integriert. Die Farben werden von einem vorherrschenden Braunton dominiert. Ebenfalls ein gewollter Stil der sehr gut zur Atmosphäre des perfekten südafrikanischen Flairs im Film passt. Negatives liegt bei dem sonst guten Bild im Detail. Stellenweise sind kurze Szenen im Film etwas Unscharf oder werden durch etwas zu viel Filmkorn gestört. Auch der Schwarzwert ist nicht ganz so satt wie in anderen Produktionen gelungen. Auf die einzelnen Feinabstufungen hat dies aber keinen Einfluss.
Beim Ton liefert diese Blu-ray gleich drei DTS-HD 5.1 Master Audio Tonspuren mit. Neben der deutschen Sprachausgabe sind noch der englische Originalton sowie die spanische Synchronisation vorhanden. Insgesamt ist die HD-Tonspur gut gelungen. Die Actionszenen sind dynamisch und räumlichen glaubhaft in Szene gesetzt worden. Dennoch währen im Detail gelegentlich tiefere Bässe und eine bessere Ausnutzung der Surroundboxen wünschenswert gewesen. Highlight des Films ist der von afrikanischen Klängen bestimmte Soundtrack. Dieser ist zwar meist zurückhaltend, trägt aber stark zur Atmosphäre bei. Bei der Synchronisation zeigen sich größere Schwächen. Sicherlich ist der einzigartige südafrikanische Dialekt von Wikus als auch die vielen F-Wörter schwer ins Deutsche zu Übersetzen. Dennoch wirkt gerade Wikus van de Merwe flach und unpassend (rein von der deutschen Synchro. her). Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte unbedingt auf den englischen Originalton zurückgreifen.
In Sachen Extras ist dieser Film ein klasse Beispiel wie alles richtig gemacht wird. Im Menü-Interfaces kann man Mensch oder Alien wählen. Der Inhalt verändert sich zwar nicht, stellt aber passend zum Film eine nette Spielerei da. Insgesamt werden 100 Minuten an Extras geboten die überwiegend in HD vorliegen.
Das letztlich nicht ganz risikolose Projekt wurde technisch gut mit qualitativ hochwertigem Bonusmaterial umgesetzt. Ein filmisch interessantes und spannendes Erstlingswerk von Neill Blomkamp das durch die gelungene Blu-ray veredelt wird (wenn man nicht von der deutschen Fassung welche als Stimmungskiller auftritt abhängig ist).
Ein paar Anmerkungen
Datum:31.08.2010 - Rating: 4/5Die Meinungen zu diesem Film sind hier gespalten. Es kommt bei District 9 offensichtlich darauf an, mit welchen Erwartungen man an den Film herangeht.
Wer einen Hollywood-Actionkracher ala Independence Day erwartet, wird enttäuscht sein; wer einen Splatter-Alienfilm ala Starship-Troopers erwartet, ebenfalls. District 9 bietet zwar zahlreiche sehr blutige und brutale Momente, möchte aber vorwiegend und zum teil ein wenig plump, zum Nachdenken (Rassismus, Kapitalismus, Ungerechtigkeit, Minderheitenproblematik, Konzentrationslager, Rolle der Massenmedien, usw.) anregen.
Die Story spricht viele Dinge nur am Rande an, manches bleibt auch bis zuletzt offen. Einige Aspekte scheinen auf den ersten Blick nicht ohne weiteres nachvollziehbar, manche Rezensenten hier meinen, dass Teile der Handlung unlogisch seien. Es gibt keine klare Gut-Böse Rollenverteilung. Die meisten Szenen sind im Doku-Stil verwackelt und mit Handkamera gedreht. Die BluRay bietet dennoch sehr scharfes Bild und einen sehr räumlichen, satten, basslastigen Ton.
Zum Plot: Seit 20 Jahren schwebt ein riesiges Raumschiff über Johannesburg. Daraus wurden über eine Million kranke und unterernährte Aliens in ein Ghetto, "District 9", evakuiert. Offenbar haben die Insassen die Reise nicht gut überstanden. Es handelt sich bei den Überlebenden anscheinend um führungslose Arbeiter-Aliens, reine Befehlsempfänger. Die Anführer dürften schon vor der Landung an Bord verstorben sein. Tiefergehende Kommunikation zwischen Aliens und Menschen findet nicht statt. Die Aliens leben in erbärmlichen Slumähnlichen Zuständen und werden zusehens als Bedrohung der Gesellschaft empfunden (Diebstähle, Morde, Schwarzmarkt,...) Auch bleibt die (sicher nicht unwesentliche) Frage offen, ob es sich nicht um einen missglückten Invasionsversuch gehandelt hat...
Auf rottentomatoes wird der Film immerhin mit 91% bewertet. Die zehn Euronen im Sonderangebot war die BluRay jedenfalls wert.
Remake besonderer Art
Datum:29.08.2010 - Rating: 4/5Ich kann nicht erkennen, dass es sich hier um eine Parodie oder eine Parabel handeln soll. District 9 ist in gewissem Sinn ein Remake verschiedener Filme.
Dabei ist das Offensichtliche nur ein Ablenkungsmanöver. Aliens in Südafrika. Ja klar, Rassendiskriminierung. Falsch! Es ist auch im Grunde kein Alienfilm. Dieses Genre bietet nur die Bühne für einen Klassiker. Ein Mensch verwandelt sich in ein Insekt. Ein Ungläubiger Saulus wird zum Paulus. Ausgrenzung und Aggression gegen Fremde ist eine unüberwindliche Falle, die uns das friedliche Miteinander unmöglich macht. Die vermeintlich unmenschlichen Monster sind die eigentlich menschlich handelnden Geschöpfe. Politische Organisationen und Regierungen sind mehr an Macht als an der Regierungstätigkeit interessiert. Die einzige belastbare Beziehung ist die von liebenden Geschöpfen wie Mutter/Vater zu Kind oder Mann zu Frau, usw. Für jedes dieser Themen gibt es bereits ausreichend Klassiker.
Es ist ein Blumenstrauß an Themen, die hier brav abgearbeitet werden. Nur dass Peter Jackson natürlich keine Lust hat, uns das in Form einer langweiligen Gardinenpredigt moralinsauer in die Kamera zu nölen. Er macht es in Form eines Alienfilms, gespickt mit Technik, Spezialeffekten und viel Action. Und um das auch noch zu ummanteln kommt die Geschichte als Reportage daher. Fast dokumentarisch aus der Hand gedreht. Bei einigen Szenen mutet es fast schon laienhaft an, wie unmöglich die Kamera an den Gesichtern vorbei schaut.
Dieser Film ist ein kleines Meisterwerk. Jede Sekunde ist perfekt produziert. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen. Peter Jackson outet sich als totaler Perfektionist. Und das in dieser merkwürdigen Form.
Mir kommt es vor, als habe er diesen Film für die zukünftigen Regisseure und Filmschaffenden gemacht, für die Akademien und Studenten. Denn dass der Film an den Kassen floppt war vorhersehbar. Dieser Film ist für die Nachwelt gedreht, nicht für uns. Und in 20 Jahren steht er in jedem holistischen Speicher in 1080p. Sauber.
Einfach nur dämlich...
Datum:27.08.2010 - Rating: 1/5District 9...
Die Idee an sich ist ganz nett - die Aliens sind in diesem Fall nicht die technologisch überlegenen Eroberer der Erde, sondern leben in billigen Holzhäusern unter der Obhut der Menschen.
Doch leider ist die komplette Umsetzung des Films einfach nur lächerlich. Zum Einen dauert es 20 Minuten, bis überhaupt mal irgendetwas Spannendes passiert, das dem Rest des Films irgendein Ziel geben könnte.
Zum Anderen scheinen sich die Macher nicht ganz einig gewesen zu sein, ob der Film nun eine Parodie oder ein halbwegs seriöser Film werden soll. Unfreiwillig komische Szenen wechseln sich ab mit übertriebener Härte und sinnlosem Geschwafel, das noch dazu in einer Art Doku gezeigt wird. Und über allem schwebt stets der drohend erhobene Zeigefinger der Moral, der uns zeigen soll, wie hart wir Menschen aus Geldgier vorgehen, insbesondere bei Flüchtlingen aus Afrika. Das ist schon allein dadurch erkennbar, dass Johannesburg, und nicht etwa New York o.ä., als Schauplatz gewählt wurde.
Doch subtil scheint für die Macher ein Fremdwort zu sein, denn die Aliens unterscheiden sich nur vom Äußeren her von Menschen - und somit kann man sich in jeder einzelnen Szene gut vorstellen, dass hier gerade Menschen gedemütigt und tyrannisiert werden.
Und auf die vielen Ungereimtheiten des Films will ich hier gar nicht näher eingehen.
Alles in allem also einer der schlechtesten Filme, die ich je gesehen habe. Von einem Mann wie Peter Jackson, der mit "Herr der Ringe" sein Können gezeigt hat, hätte ich deutlich mehr erwartet als das.
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